17.09.2010
Es gibt aber auch Alternativen: Man kann legal Musik runterladen. Es wird damit geworben, sich spezielle Titel auf legalem Weg zu beschaffen. Derartige Formen von Werbung waren auf einem illegalen Weg nicht möglich. Gegen einen geringen Preis können einzelne MP3s oder ganze Alben auf das Handy oder den Laptop gezogen werden. Der User hat die Möglichkeit sich kostengünstig eine Wiedergabeliste aus bunt gemischten Songs zu erstellen. Mp3 Player ermöglichen einen einfachen Transport. Musik wird nicht nur in Bussen, Bahnen oder während des Joggens gehört, sondern auch in der heimischen Badewanne. Auch die Autoradios haben sich angepasst, Mp3-Spieler können an die Radiostationen angeschlossen werden und die heruntergeladene Musik abspielen.
Nicht nur der Nutzer profitiert von dem Trend des "Legal Download". Musiker haben mithilfe des Internets ein Forum und einen Marktplatz gefunden, um ihre neusten Videos und Songs zu veröffentlichen und zu bewerben. Fast jeder Künstler, der von sich Reden machen möchte, hat inzwischen eine eigene Internetpräsenz. Newcomer in der Brancge machen so auf sich aufmerksam und gewinnen stark an Popularität. Berühmtheiten feiern die Premiere ihrer Videoclips nicht ausschließlich auf Musiksendern, sondern nutzen die gängigen Videoplattformen des World Wide Web. Ein internationaler Austausch findet statt, Musik gelangt aus dem Untergrund an die Oberfläche. Sound, der irgendwo in einer spanischen Garage produziert wird, erreicht die Ohren spezieller Fangemeinden der Alternative-Sparte. Das Angebot ist sehr vielfältig, jedoch nicht unübersichtlich gestaltet. Interpret, Song- oder Albentitel können meist in einer Suchmaske eingegeben werden und ermöglichen ein schnelles Auffinden musikalischer Raritäten und Besonderheiten.
Die Plattenfirmen zeigen sich von dieser Entwicklung bislang wenig begeistert. Der Verkauf von Musik in Plattenform soll zurückgegangen sein, während das Geschäft im Internet weiter floriert.